Gebäude

Der Unterricht erfolgt in zwei Gebäuden:

Im Hauptgebäude im Eescher Weg befinden sich die meisten Klassenräume. Hier werden die jüngeren Schülerinnen und Schüler bis ungefähr zur 7. Klasse unterrichtet.

Die älteren Schülerinnen und Schüler werden im "Neubau" in der Bruhnstraße unterrichtet.

Zusätzlich sind noch drei Klassen im Gebäude des ehemaligen Förderkindergartens untergebracht.

 

Zusätzlich zu den "normalen" Räumen (z.B. Klassenraum, Werkraum) gibt es bei uns einige Räume, die es an anderen Schulen nicht gibt (z.B. Snoezelenraum, Matschraum).

Snoezelenraum

Im Snoezelenraum kann man sich auf weiße Matratzen, Sitzkissen oder ein beheiztes Wasserbett, durch das man Musik hören kann, setzen oder legen. Außerdem befinden sich in diesem weißen Raum Projektoren, Lichtspiele und zwei Wassersäulen aus Plexiglas.

 

Der Snoezelenraum ist ein themenbezogener Schutzraum, in dem gezielt Reize ohne die Ablenkung des alltäglichen Rahmens angeboten werden können. Beim Snoezelen werden die Sinneswahrnehmungen Sehen, Hören, Fühlen, Gleichgewichtssinn und Tiefensensibilität in einer ganz eigenen Atmosphäre angeregt. Bei meditativer Musik ist es möglich, Tiefenentspannung zu erfahren und Körper, Geist und Psyche zur Ruhe kommen zu lassen.

Matschraum

Der Matschraum ist komplett gekachelt und mit zwei Duschen und einer Deckenheizung ausgestattet. Damit dort auch mit allen Materialien gearbeitet werden kann, gibt es in der Mitte des Raumes einen Spezialabfluss. An zwei Wänden befinden sich große Spiegel, die es den Schülern ermöglichen, sich beim Matschen selbst zu betrachten. Der Umkleideraum ist mit einer Glaswand vom Matschraum getrennt. Hier befindet sich eine Wickelliege, Materialschränke und ein Waschbecken mit Spezialabfluss.


Der Matschraum dient zur Förderung der visuellen und akustischen Wahrnehmung, sowie der Körperwahrnehmung. Außerdem können in Kleingruppen die sozialen Kompetenzen gefördert werden.

Lehrküche

Die Lehrküche ist mit vier Kocheinheiten und jeweils einer an den Herd anschließenden Arbeitsfläche ausgestattet. Bei einer Kocheinheit handelt es sich um ein abgesenktes Kochfeld mit entsprechender Arbeitsfläche. Unterhalb dieser Einheit befinden sich, im Gegensatz zu den übrigen drei Einheiten, keine Küchenschränke, so dass dort ein rollstuhlgerechtes Arbeiten ermöglicht wird.

Die Kochgerätschaften sind sowohl in der Handhabe als auch in der Anzahl auf die Kocheinheiten ausgerichtet. Weiterhin stehen verschiedene Elektrogeräte zur Verfügung. Zwei Spülbecken mit Ablagefläche eine ausreichende Möglichkeit zum Abwaschen.

In der Lehrküche besteht mit einer Tischreihe und Stühlen sowie einer Tafel und Pinnwand die Möglichkeit, das gemeinsame Vorgehen, die Rezepte und die einzelnen Arbeitsschritte gemeinsam zu erarbeiten und zu besprechen. Darüber hinaus steht so eine weitere Arbeitsfläche zur Verfügung und abschließend können diese Gegebenheiten für das gemeinsame Mittagessen genutzt werden.

Aktionsraum

In unserem Gebäude im Eescher Weg haben wir einen Aktionsraum. Er ist rundum mit weichen Matten ausgelegt. Schaukeln, Tücher und eine "Seilbahn" können außerdem an der Decke und an den Wänden befestigt werden. Außerdem gibt es einige weiche Bälle.

Der Aktionsraum ist für Schülerinnen und Schüler mit erhöhtem Förderbedarf im Bereich der sozialen und emotionalen Entwicklung (früher: Schülerinnen und Schüler mit Verhaltensauffälligkeiten) eingerichtet worden. Bei diesen Kindern kann man vermehrt Aggressionen (wie z.B. schlagen, treten, spucken, beißen, beschimpfen) und Autoaggressionen (wie z.B. Haare ausreißen, sich selbst schlagen, beißen oder kneifen, den Kopf gegen etwas Hartes schlagen) beobachten.

Der Aktionsraum kann für folgende Situationen verwendet werden:
- In der Einzelförderung können Aggressionen abgebaut und der friedliche Umgang mit Aggressionen geübt werden (auch in kleinen Gruppen von 2 oder 3 Schülerinnen oder Schülern).
- Bei akuten Problemen mit einzelnen Schülerinnen und Schülern können diese im Aktionsraum ihre Wut und Aggressionen kontrolliert ausleben, ohne sich und andere zu gefährden. Zusätzlich kann der Raum als Time-out-Raum benutzt werden d.h. der auffällige Schüler / die auffällige Schülerin wird aus der belastenden Situation genommen und kann in diesem Raum wieder zu sich kommen. Wenn der Schüler dann wieder in das Klassengeschehen integriert wird, sind alle Beteiligten wieder ruhiger und die Situation kann in Ruhe gemeinsam aufgearbeitet werden.
- Jüngere Kinder können in diesem Raum unter Aufsicht herumtoben und so ihr Sozialverhalten verbessern. Gegenseitige Toleranz und Achtung vor dem anderen ist dabei besonders wichtig. Der Umgang mit diesem Thema geschieht dabei spielerisch, so dass die Schülerinnen und Schüler mit viel Freude bei der Sache sind.

Einzelförderraum

Im Altbau gibt es zwei Einzelförderräume für Kinder mit speziellen Bedürfnissen (z.B. Kinder mit intensivem Assistenzbedarf oder einem hohen Förderbedarf im sozial-emotionalem Bereich).


Es kann dort in der Einzelsituation oder Kleingruppe geschaukelt, gewippt, entspannt, ein Korken- oder Kirschkernbad genommen, gebaut, gemalt und noch viel mehr gemacht werden.


Unsere speziell ausgebildeten Heilpädagoginnen finden hier für jedes Kind die Beschäftigung, die seinem bzw. ihrem Entwicklungsniveau entspricht. Die ruhige Atmosphäre in der Einzelsituation bzw. der Kleingruppe fördert die Lernbereitschaft und Konzentration.

Werkraum

In beiden Gebäuden gibt es je zwei Werkräume für Holz- und Metallarbeiten mit dazugehörigem Maschinenraum und Materiallager.
Pro Werkraum stehen acht Arbeitsplätze, eine Standbohrmaschine und Dekupiersäge zur Verfügung. Die Räume sind komplett mit den benötigten Handwerkszeugen ausgestattet. In den Maschinenräumen stehen Bandsägen, Dickenhobel mit Abrichter, Tischkreissägen mit Fräsen und Schleifmaschinen.

Im Hauptgebäude gibt es zusätzlich einen Tonwerkraum.

Psychomotorik

Der Psychomotorikraum im Neubau ist ein sehr heller, großer und freundlicher Raum, der mit einen Therapie-Spiegel, einer Kletterwand und einer Deckenheizung ausgestattet ist. An der Decke des Raumes sind mehrere Träger angebracht, so dass Schaukeln, Hängematten und Kletternetzen im ganzen Psychomotorikraum aufgehängt werden können. Den Raum kann man auch komplett verdunkeln (z.B. für Schwarzlichttheater).

Die an die Eingangshalle der Schule grenzende Wand kann komplett geöffnet werden. So wird der Psychomotorikraum zur Bühne.
Im angrenzenden Materialraum findet man alle nötige Materialien wie Kästen, Matten, Bälle, Seile und Schaukeln.
Der Psychomotorikraum wird für motorische Angebote, Rollstuhltanz, Einzelförderung, musikalische Angebote und als Visu-Raum genutzt.

Turnhalle

Im Hauptgebäude haben wir zwei Turnhallen (eine große und eine kleine), die wir zusammen mit der "Stiftung Mensch" (Werkstatt für Behinderte) nutzen.

Im Neubau haben wir keine eigene Turnhalle. Wir können jedoch die Turnhalle des Berufsbildungszentrums nutzen.

Klassenraum

Die Klassenräume sind mit Einzeltischen ausgestattet, die zu unterschiedlich angeordneten Gruppentischen zusammengestellt sind. Weiterhin sind die Klassen mit einer Wandtafel, einem Waschbecken mit Spiegel, einer große Pinnwand und einer Schrankwand für Materialien und Medien versehen. Fast jede Klasse verfügt über einen Nebenraum, in dem häufig ein Computerarbeitsplatz eingerichtet ist und sich weitere Unterrichtsmaterialien befinden.
Der Klassenraum dient zur Vermittlung der verschiedensten Unterrichtsinhalte und wird auch als Räumlichkeit für das Frühstück und Mittagessen genutzt.